Wir stellen vor: Marco Cavallini

joel beitrag


Der Hingebungsvolle

Marco Cavallini lädt fürs Gespräch in ein Café ein - mitten in Richterswil, seinem Wohnort. Er erscheint in Joggingschuhen, schwarzer Trainerhose, einem hellgrau melierten Pulli und mit seiner älteren Tochter Chiara an der Hand. Die Dreijährige setzt sich auf seinen Schoss, beobachtet still das Geschehen und hört aufmerksam zu, was ihr Papi erzählt. Das Leo-Lausemaus-Pixi-Büechli, das er extra für sie mitgenommen hat, liegt vor ihr auf dem Tisch. Sie klappt es nicht einmal auf.

Wie die Tochter so der Vater. Marco Cavallini ist ein ruhiger Typ, aufmerksam, besonnen, ein Geniesser auch. Er nippt an einem Espresso und streichelt Chiara über den Kopf. Dass Papi und Tochter an einem Nachmittag unter der Woche gemeinsam durchs Dorf ziehen, das ist bei Familie Cavallini nichts Aussergewöhnliches. Seine Frau Corina, die 50% bei einer Schweizer Bank arbeitet, aber noch Mutterschaftsurlaub hat, geniesst mit der jüngeren Tochter Giulia (6 Monate) derweil daheim die Mittagsruhe. „Meiner Frau und mir ist es wichtig, dass wir beide viel Zeit mit unseren Mädchen verbringen können. Wir möchten diese wunderschöne Zeit in vollen Zügen geniessen“, sagt er.

Für den 37-Jährigen bringt dieser Wunsch auch berufliche Veränderungen mit sich. Als Jurist mit einem Nachdiplomstudium in internationalem Sportrecht und einem in Sportmanagement hat er zugunsten der Familie seine Karriere unterbrochen. Zuletzt hatte er sein Fachwissen eine Zeit lang in einer Zürcher Anwaltskanzlei eingebracht. Im Kanton Schwyz war Marco auch schon tätig, am kantonalen Strafgericht sowie in einer Anwaltskanzlei in Pfäffikon.

Sein Traumjob ist derzeit aber die Kombination aus Hausmann und Tennislehrer, welche ihm viel Freiheit und Flexibilität einräumt. Marco unterrichtet für die Tennis-Academy JC Scherrer, gibt Stunden am Standort in Wädenswil und in Wangen. Er coacht meist auch während der Camps im Leuholz. „JC hat eine tolle Schule, da helfe ich gerne mit“, sagt er. Darüberhinaus ist Marco auch im TC Rapperswil und im TC Zumikon tätig. Marco wird sehr geschätzt. „De Marco isch eifach sooooo unglaublich en Liebe“, sagte ein Siebenjähriger nach einer Trainingsstunde bei ihm in Wangen. Solch positives Feedback freut ihn. „Es ist schön zu sehen, wenn die Kinder gerne ins Training kommen, Freude am Tennis und an der Bewegung ganz allgemein haben.“ Gerne begleitet er auch ältere und ambitionierte Juniorinnen und Junioren. „Ich habe zwei Athleten betreut, die das Ziel hatten, an einem College in den USA aufgenommen zu werden.“ Mit Erfolg.

Die Freude teilt Marco mit seinen Tennisschülern. In Wollerau aufgewachsen spielte er von klein auf Tennis, je älter er wurde, desto intensiver trainierte er. Nach der Matura widmete er sich während eines Jahres ausschliesslich dem Tennis, kletterte im Schweizer Ranking hoch bis zu seiner Karriere-Bestklassierung N3.46 (Nummer 46 der Schweiz) und begann nebenher mit den ersten Trainerausbildungen. Derzeit absolviert er den Lehrgang zum Tennislehrer mit eidgenössischem Fachausweis.

Auf dem Platz ist er nach all den Jahren noch immer auch als Spieler aktiv. Er startet bald in seine 13. Saison mit dem TC Burgmoos Richterswil. Seiner Mannschaft, die in der NLC spielt, steht er seit Jahren als Captain vor. Das sei eine Herzensangelegenheit. Seine Teamkameraden sind auch privat sehr eng mit Marco verbunden, als Trauzeuge und Göttis seiner Töchter.

Neben der Familie und dem Tennis gibt es noch eine dritte grosse Liebe in Marcos Leben: der Hockey Club Ambri-Piotta. Marco geht zwar inzwischen, der Familie wegen, nicht mehr ganz so oft in die Valascia, trotzdem verpasst er keinen Match der Tessiner. Er schaut sich die Spiele am Fernsehen an. Alle. „Mit Tessiner Kommentar“, sagt er und lacht. Da leide er richtig mit. Und er gibt sich auch nicht mit den Spielen am TV zufrieden. Über die Leventiner liest er online jeden Artikel, analysiert die Statistiken und durchstöbert auch die Tessiner Medien. Dafür hat er sich extra Italienisch beigebracht. Trotz seiner Wurzeln im Onsernone-Tal ist Marco nicht zweisprachig aufgewachsen. „Das hat mein Papi irgendwie verpasst“, sagt er und dies fänden sie beide ein bisschen schade. Aber die Leidenschaft für den Sport, etwa auch für den Italienischen Fussball, die hat er Marco weitergegeben. An der Europameisterschaft ist es für ihn suboptimal, dass die Azzurri und die Schweizer in der gleichen Gruppe spielen. „Heikles Thema“, sagt er und verrät lachend: Er habe da eine klare Tendenz in den Süden.

„So, jetzt gömmer dänn na i d Metzg, mir zwei, gäll“, sagt Marco zu seiner Tochter und hebt sie von seinem Schoss. Die beiden wissen auch schon, was sie machen, wenn sie heimkommen. „Wir spielen oft und gerne mit verschiedenen Bällen oder mit Schläger und Ballon“, sagt Marco. Er lächelt, Chiara schaut ihn mit leuchtenden Augen an und nimmt ihr Pixi-Büechli vom Tisch.

Lieblingszitate:

„Give every day the chance to become the most beautiful day of your life.“ („Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.“) Mark Twain

„Float like a butterfly, sting like a bee.“ („Schwebe wie ein Schmetterling, stich wie eine Biene.“) Muhammad Ali

Entweder – Oder?  mit Marco Cavallini

Pizza oder Raclette?

Pizza.

Strand oder Berge?

Strand.

Wädenswil oder Wangen?

Die Anlage in Wädenswil ist klein, gepflegt und im Grünen. In Wangen gibt’s das Center, das alles bietet, immer viel läuft. Beides hat seinen Reiz.

Anfänger oder Fortgeschrittene?

Beides ist sehr spannend. Ich mag es, wenn ich auch taktische und mentale Elemente reinbringen kann, weil ich selber grosse Freude am Wettkampf habe. Aber Junioren, die anfangen und schnell Fortschritte machen, das ist auch cool.

Federer oder Wawrinka?

Federer.

Nadal oder Djokovic?

Nadal.

Aufschlag oder Return?

Return. Da bin ich besser (lacht).

Top Spin oder Slice?

Eher Top Spin, aber ich mag beides, ein guter Slice „isch öppis Lässigs“.

Sand oder Hartplatz?

Sand.


Wir picken jeden Monat einen Mitarbeiter aus unserem Team und stellen ihn euch vor. So erfahrt ihr, was eure Coaches auch neben dem Platz bewegt!

Bereits erschienen:

Maria Hepp - Die Wundertüte

Maria Hepp - Die Wundertüte

Erschienen im Januar 2020

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Lukas Schär - Der Familienmensch

Lukas Schär - Der Familienmensch

Erschienen im Dezember 2019

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Jakob Stockinger - Der Besonnene

Jakob Stockinger - Der Besonnene

Erschienen im Oktober 2019

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Joel Heiniger - Der Weltenbummler

Joel Heiniger - Der Weltenbummler

Erschienen im September 2019

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Christa Donabauer - Die Allrounderin

Christa Donabauer - Die Allrounderin

Erschienen im August 2019

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Ivan Peckaj - Der Unermüdliche

Ivan Peckaj - Der Unermüdliche

Erschienen im Juli 2019

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Unsere Tarife inkl. Platzmiete, Material und Coach für 60min:
  • Winter

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  • Für Clubmitglieder

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    Mitte April - Mitte September
    Vor 17:00 CHF 90.- Nach 17:00 CHF 90.- Headcoach CHF 120.-
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